5+1 Gedanken und Zitate zum Thema Fehlerkultur

Bereits in der Schule lernen wir: Fehler machen ist schlecht. Jeder Fehler wird markiert, zusammengezählt und ist am Ende verantwortlich für die Note, die wir bekommen. Unsere erste Lebenslektion ist daher: “Wir dürfen keine Fehler machen”.

Genau dieses Verhalten wird dann im Berufsalltag angewandt. Fehler werden vermieden, niemand ist bereit die Verantwortung zu übernehmen und etwas zu riskieren.

Dabei sind es gerade die Fehler, die uns am meisten lehren.

Im letzten Jahr habe ich sehr viele Bücher rund um das Gründen gelesen und festgestellt, wie oft dabei auf das Thema “Fehlerkultur” eingegangen wird. In diesem Beitrag möchte ich einmal die besten Zitate für euch zusammenstellen.

Gerade für Menschen, die vielleicht ein neues, innovatives Produkt entwickeln oder sich anderswie auf Neuland begeben, ist das scheitern sehr wichtig.

Nicht im Ganzen, aber in kleinen Häppchen. Immer dann, wenn etwas Neues gewagt wird, kann man nur auf wenige Erfahrungen zurückgreifen und muss zwangsläufig Fehler machen.

Wer Angst vor dem Scheitern hat, verbaut sich die Möglichkeit seine Vermutungen zu Überprüfen und durch Fehler Erkenntnisse zu erlangen.

Denn je schneller du scheiterst, desto schneller kannst du lernen. Ohne zu experimentieren, kannst du nicht lernen!

Aus “Der Bienenhirte”

Dabei helfen kleine Iterationszyklen. Statt lange im privaten Keller an der Idee zu feilen, gilt es rauszugehen.

Über die Idee sprechen, Kritik akzeptieren und immer wieder Konzepte auch komplett aufgeben. Um möglichst viel Zeit und auch Schmerzen zu vermeiden, sollte man möglichst viele kleine Fehler machen. Kleine A/B-Versuche, die einen nicht viel kosten und aus denen man lernen kann.

Die beste Art um wirklich große Fehler zu vermeiden, ist nämlich, aus vielen kleinen Fehlern zu lernen.

Aus “Der Bienenhirte”

Wagt man Neues, sollte man sich bewusst machen, dass man eigentlich nur gewinnen kann. Entweder den Erfolg oder die Erfahrung, die man macht, wenn man scheitert.

Natürlich ist das nicht das Freiticket volles Risiko zu fahren und leichtsinnig Investitionen zu tätigen. Bekanntlich kann man eben auf beiden Seiten vom Pferd fallen. Aber wenn man sein Risiko kalkulieren kann und es überschaubar bleibt, gibt es häufig keinen rationalen Grund es nicht einzugehen.

Der Grund, warum so viele Menschen den Erfolg nicht erreichen, ist, dass sie nicht oft genug scheitern.

Aus: “Cashflow Quadrant”

Und, was ist wenn man durchgehend erfolgreich ist?

Wenn zufällig gerade einfach alles funktioniert, was man anfasst? Sowas kann echt vorkommen. Um nicht abzuheben, sollte man sich bewusst machen, dass man gerade gute Chancen zu lernen verpasst.

Als wir damals mit unserer Quiz-App “Wer Wird Reich” über 7 Millionen Nutzer gesammelt hatten, waren wir zwar erfolgreich, aber es gab für uns wenig, dass wir daraus lernen konnten.

Wir hatten den richtigen Zeitpunkt für den App-Start getroffen und einen Erfolg generiert, der für uns nicht zu reproduzieren war, eben genau weil wir aus dem Erfolg wenig Erfahrungen ziehen konnten.

„Erfolg ist ein schlechter Lehrmeister“, sagte mein reicher Vater stets. „Wir lernen das meiste über uns selbst, wenn wir scheitern – also fürchte dich nicht davor zu scheitern.

Aus: “Cashflow Quadrant”

Das macht Mut, wenn man gerade an einem Projekt arbeitet, wo es eben nicht so flutscht. Wenn die Vision stimmt, hilft jeder Rückschlag dabei, etwas Neues zu lernen.

Meistens spricht das Leben nicht mit dir, sondern es schubst dich irgendwie herum. Jeder Schubs ist, als ob das Leben sagen würde, „Wach auf! Es gibt etwas, was du lernen sollst.“

Aus “Rich dad, poor dad”

Es fällt oft nicht einfach, mit Fehlern umzugehen. Jedes Mal, wenn wir uns an eine Wand manövriert haben, sollte man kurz aussteigen, Abstand gewinnen, seine Schlüsse und Erfahrungen aus der gegenwärtigen Situation ziehen und weitermachen.

Diese Einstellung entscheidet nachher über den persönlichen Erfolg oder Nichterfolg.

Abschließend möchte ich meinen Beitrag mit einem Zitat von Robert T. Kiyosaki enden. Er fasst dies in seinem Buch “Rich dad, poor dad” folgendermaßen zusammen.

Niederlagen inspirieren Gewinner – und vernichten Verlierer

Aus: “Rich dad, poor dad”

Cover-Photo by Nathan Dumlao on Unsplash

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